Emanzipatorische Linke Berlin (Ema.Li.B)

Entwurf aktualisiert, Stand: 13.1.2010:

Wir setzen uns für eine Politik ein, die nicht durch kleinere Übel, dogmatischen Wahrheitsanspruch oder rückwärtsgewandte Sehnsüchte geprägt ist – außerhalb und innerhalb der Partei.

Wir blenden nicht aus, dass in Zeiten linker Regierungsbeteiligung in Berlin einiges erreicht wurde. Gleichwohl erschöpfen sich unsere politischen Mittel längst nicht in Parlamenten und Regierungen.

Als Emanzipatorische Linke wollen wir eine transformatorische Perspektive einnehmen und konkrete Ziele in diesem Sinne umsetzen.

Wir wenden uns sowohl an außerparteiliche und -parlamentarische Linke als auch an Genossinnen und Genossen in Regierungs- oder Oppositionsverantworung. Die Themen, die wir uns als Schwerpunkte vornehmen, wollen wir mit ihnen konstruktiv diskutieren.

Wir wollen einen Dialog, der nicht von Zugehörigkeiten zu bestimmten Interessengruppen, sondern durch das bessere Argument bestimmt ist.

ENTWURF
Stand 1.12.2009

Präambel

Die Emanzipatorische Linke Berlin (kurz: Ema.Li.B) ist ein innerparteilicher Zusammenschluss in und bei der Partei Die Linke, Landesverband Berlin.

Ema.Li.B versteht sich als Denkrichtung für emanzipatorische Politik. Ema.Li.B gibt sich die Aufgabe, Diskussionsprozesse für radikaldemokratische, linksemanzipatorische und libertäre Politik zu forcieren, um transformatorische Prozesse zu unterstützen, die eine Gesellschaft hervorbringen, bei der die Freiheit des einzelnen Menschen nicht im Gegensatz zur Freiheit aller steht und Gleichheit kein Widerspruch zur Selbstbestimmung ist.

Emanzipation ist ein Lern- und Aneignungsprozess hin zur selbstbestimmten Verfügung über das eigene Leben, den eigenen Körper sowie die individuellen und gemeinsamen Bedingungen dafür. Der Weg zu einer emanzipatorischen Gesellschaft ist dabei ebenso ein stetiger Lern- und Aneignungsprozess, in dem die Menschen sich selbst dazu befähigen, in Freiheit und Gleichheit ihre Geschicke in die eigene Hand zu nehmen.

Ema.Li.B wird sich mit ihrem Anliegen in programmatische Diskussionen der Partei Die Linke einbringen und sucht den offenen und respektvollen Dialog.

Ema.Li.B wird den Diskurs mit emanzipatorischen Richtungen und Projekten auch inner- und außerhalb anderer Parteien, Bewegungen und Institutionen suchen und unterstützen.

Ema.Li.B wird Vorschläge unterbreiten, wie wirkungsorientierte emanzipatorische Projekte auch im hier und heute unter den Bedingungen einer patriarchal organisierten, strukturell unsolidarischen Gesellschaft umsetzbar sind.

Die Mitgliedschaft in anderen strömungspolitischen Zusammenschlüssen ist kein Hinderungsgrund für ein Engagement oder eine Mitgliedschaft bei Ema.Li.B, wobei alle MitstreiterInnen aufgerufen sind, Emanzipation auch als strömungs- und überzeugungsübergreifende Aufgabe aufzufassen.

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