Michael Luthardt ist direkt gewählter Landtagsabgeordneter in Brandenburg. Er wurde nach seiner Wahl Mitglied der Partei “Die Linke”. Nach allem was man öffentlich lesen kann, war er hauptamtlicher “dienender” Mitarbeiter der Staatssicherheit, allerdings eher “formal”, denn er leistete seinen Wehrdienst beim Wachregiment Feliks Dzierzynski. Dieses war für Wach- und Objektschutz verantwortlich. Man muss das nicht als besonders feine Aufgabe beurteilen, aber der Dienst dort gilt nicht als Spitzeltätigkeit oder das, was man sonst so mit Stasi in Verbindung bringt.
Laut dieser Beschlusslage (oder auch dieser) der Partei “Die Linke” müssen Kandidaten für Mandate und Funktionen vor dem zuständigen Gremium die entsprechenden Teile ihrer Biographie offenlegen, wenn Sie hauptamtliche und/oder inoffizielle Mitarbeiter der Staatssicherheit waren. Lt. Medienberichten hat Michael Luthardt das vor der zuständigen Vertreterversammlung der Linkspartei für den Wahlkreis 15 (Barnim III) getan. Da er nicht auf der Landesliste kandidierte, musste er sich nicht vor der Vertreterversammlung der gesamten Brandenburger Linkspartei vorstellen. Bis hierher ist also alles zumindest formal korrekt – wenn man außer Acht lässt, dass die vorgenannte Beschlusslage nur für Mitglieder der Partei gilt.
Trotzdem ist es schwierig, von einem wirklich transparenten Umgang mit diesem Thema zu sprechen. Auf seiner Homepage stand bis mindestens 25.11.2009 unter “Biografisches”:
Doch leider ist auch diese Angabe noch nicht wirklich aussagekräftig, denn es gab in der DDR mehrere Wachregimenter, zwei davon gehörten zur NVA und nur eines davon zur Stasi: “Feliks Dzierzynski” .
Wenn man sich die Biografie des Menschen Michael Luthardt anguckt, kommt man ohne Umschweife zur Erkenntniss, dass es sich wohl um einen rechtschaffenden Menschen handelt. Und dennoch sollte ein transparenter Umgang mit diesem Teil einer beruflichen Vergangenheit anders aussehen.
Es ist verzwickter, als viele denken: Michael Luthardt und die Stasi
Michael Luthardt ist direkt gewählter Landtagsabgeordneter in Brandenburg. Er wurde nach seiner Wahl Mitglied der Partei “Die Linke”. Nach allem was man öffentlich lesen kann, war er hauptamtlicher “dienender” Mitarbeiter der Staatssicherheit, allerdings eher “formal”, denn er leistete seinen Wehrdienst beim Wachregiment Feliks Dzierzynski. Dieses war für Wach- und Objektschutz verantwortlich. Man muss das nicht als besonders feine Aufgabe beurteilen, aber der Dienst dort gilt nicht als Spitzeltätigkeit oder das, was man sonst so mit Stasi in Verbindung bringt.
Laut dieser Beschlusslage (oder auch dieser) der Partei “Die Linke” müssen Kandidaten für Mandate und Funktionen vor dem zuständigen Gremium die entsprechenden Teile ihrer Biographie offenlegen, wenn Sie hauptamtliche und/oder inoffizielle Mitarbeiter der Staatssicherheit waren. Lt. Medienberichten hat Michael Luthardt das vor der zuständigen Vertreterversammlung der Linkspartei für den Wahlkreis 15 (Barnim III) getan. Da er nicht auf der Landesliste kandidierte, musste er sich nicht vor der Vertreterversammlung der gesamten Brandenburger Linkspartei vorstellen. Bis hierher ist also alles zumindest formal korrekt – wenn man außer Acht lässt, dass die vorgenannte Beschlusslage nur für Mitglieder der Partei gilt.
Trotzdem ist es schwierig, von einem wirklich transparenten Umgang mit diesem Thema zu sprechen. Auf seiner Homepage stand bis mindestens 25.11.2009 unter “Biografisches”:
“Erste Dämpfer während der dreijährigen Armeezeit.”
(Google-Cache, 25.11.2009, 9:36 Uhr)
In der aktuellen Version des gleichen Beitrages ist dagegen zu lesen:
“Erste Dämpfer während des dreijährigen Wehrdienstes beim Wachregiment.”
(Abgerufen am 3.12.2009, 13:27 Uhr)
Doch leider ist auch diese Angabe noch nicht wirklich aussagekräftig, denn es gab in der DDR mehrere Wachregimenter, zwei davon gehörten zur NVA und nur eines davon zur Stasi: “Feliks Dzierzynski” .
Wenn man sich die Biografie des Menschen Michael Luthardt anguckt, kommt man ohne Umschweife zur Erkenntniss, dass es sich wohl um einen rechtschaffenden Menschen handelt. Und dennoch sollte ein transparenter Umgang mit diesem Teil einer beruflichen Vergangenheit anders aussehen.
Siehe auch:
Feliks Dzierzynski