Nach dem Herbstradio ist vor dem Frühlingsfunk?

Herbstradio. Über den Aschenbecher würde sich so mancher Moderator woanders sehr freuen.

Herbstradio. Über den Aschenbecher würde sich so mancher Moderator woanders sehr freuen.

Nach knapp drei Monaten ging am 22. November 2009 um 23:59 Uhr mit einer Party im Freudenhaus (Prenzlauer Berg, Ecke Mitte) und einem offenen DJ-Pult das freie, nichtkommerzielle Radioprojekt Herbstradio (helmholtzplatz.de berichtete) vom Sender, also offline wie man heute sagt.

Herbstradio war ein weiteres Beispiel dafür, dass es in Berlin (und Brandenburg) möglich wäre, mindestens einen im normalen Radio empfangbaren Sender in Eigenverantwortung der (sub)kulturellen Szene zu etablieren, wenn, ja wenn sich die dafür Zuständigen und Verantworlichen durchringen könnten, eine freie UKW-Frequenz zur Verfügung zu stellen.

Unzählige (hunderte?) Menschen aus Kunst und Kultur, aus Bewegungen und Initiativen stellten abermals unter Beweis, dass sie gewillt und fähig sind, ihre eigenene Kreativität mit Leidenschaft und Ausdauer über das frei empfangbare Radio mit anderen Menschen zu teilen.

Das traurige Rauschen auf der Fequenz 99,1 MHz ab 0:00 Uhr wurde ertragen in der Hoffnung, dass nach dem Herbstradio bald der Radiofrühling ausbricht.

be frei, be radio, be berlin?

Wir sind gekommen, um zu senden!

Wir sind gekommen, um zu senden!

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