Hatte schon früher ein eigenes Verhältnis zur Wirklichkeit
Immer mal wieder kommt es vor, dass man mit politisch interessierten, der Linkspartei näher stehenden Menschen über die Tageszeitung Junge Welt diskutieren muss. Nicht wenige, auch ich, sind der Meinung, dass die Junge Welt oft politischen Kampagnenjournalismus* pflegt, der mit Fakten wenig und viel mit Bashing von Regierungsbeteiligungen der Linkspartei im Allgemeinen und Linksparteipolitikern im Besonderen zu tun hat. Ein “schönes” Beispiel dafür ist ein Artikel vom 15.2.2010 über die mutmaßliche Verwicklung der städtischen Wohnungsbaugesellschaft HOWOGE und des Pankower Mitglied des Abgordnetenhauses Ralf Hillenberg (SPD) in den “Berliner Bausumpf” (sie z.B. taz) und die Verknüpfung mit dem Gemeinwohl.
Mit der Subline “Berlin: Wie sich Kommunalpolitiker von SPD und Linke und eine landeseigene Wohnungsbaugesellschaft um das Gemeinwohl kümmern” wird im Artikel “Ha, ho, he! Howoge …” versucht, eine Verbindung der Linkspartei zum mutmaßlichen Bausumpf-Skandal herzustellen, die nach allen zur Verfügung stehenden Informationen nicht existiert, was auch die Junge Welt nicht belegen kann – aber klug genug ist, dies auch nicht direkt zu behaupten. Um dennoch irgendwie etwas Unschönes schreiben zu können, werden mehrere Dinge verwoben, die wenig miteinander zu tun haben. Dazu muss
der Wohn- und Geschäftssitz des SPD-Abgeordneten Ralf Hillenberg aus Karow (Pankow) nach Lichtenberg verlegt werden,
ein weiteres Thema, nämlich die (sicher unschöne) Umbenennung eines kleinen Stadions in HOWOGE-Arena in Lichtenberg in den Text eingeführt werden,
ein “weit verzweigtes Netz” zwischen der städtischen Wohnungswirtschaft (HOWEGE), der Politik und den Ausschüssen des Bezirksparlaments in den Artikel eingebracht werden, um dann
durch das kleine Verbindungswort “auch” eine Brücke zur Bürgermeisterin Christina Emmrich von der Linkspartei herstellen zu können, die nämlich
ehrenamtliches Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung Lichtenberg ist und dort
auf das weitere Stiftungs-Vorstandsmitglied namens Bernd Kirschner trifft, der als HOWOGE-Geschäftsführer in den Bausumpf-Skandal verwickelt ist.
Bei näherer Betrachung zeigt sich, dass außer einer Reihung von Personen und Funktionen keine wirklicher Zusammenhang ergibt, auch wenn einzelne Aspekte sicher diskussionsfähig sind. Doch kommt man dabei immer wieder nur zur SPD, nicht zur Linkspartei. Aber es bleibt natürlich bei dem einen oder anderen Leser etwas hängen das Stimmung macht, aber wenig zur Wahrheitsfindung beiträgt. Ohne Frage muss man Kritik am Handeln einer jeden Regierung üben und politischen Filz offenlegen. Doch welche Verbindung hätte sich der JW-Autor Christian Linde wohl ausgedacht, wenn er Karow nicht nach Lichtenberg eingemeindet hätte? Er hätte sicher eine andere gefunden, denn alles ist ja irgendwie miteinander verwoben. Und bei diesen “Regierungsberlinern” weiß man ja eh nicht so genau…
* Es gibt sogar Leute, die vermeiden in diesem Zusammenhang das Wort Journalismus.
Wie die “Junge Welt” versucht, die Linkspartei an den Berliner Bausumpf anzudocken
Hatte schon früher ein eigenes Verhältnis zur Wirklichkeit
Immer mal wieder kommt es vor, dass man mit politisch interessierten, der Linkspartei näher stehenden Menschen über die Tageszeitung Junge Welt diskutieren muss. Nicht wenige, auch ich, sind der Meinung, dass die Junge Welt oft politischen Kampagnenjournalismus* pflegt, der mit Fakten wenig und viel mit Bashing von Regierungsbeteiligungen der Linkspartei im Allgemeinen und Linksparteipolitikern im Besonderen zu tun hat. Ein “schönes” Beispiel dafür ist ein Artikel vom 15.2.2010 über die mutmaßliche Verwicklung der städtischen Wohnungsbaugesellschaft HOWOGE und des Pankower Mitglied des Abgordnetenhauses Ralf Hillenberg (SPD) in den “Berliner Bausumpf” (sie z.B. taz) und die Verknüpfung mit dem Gemeinwohl.
Mit der Subline “Berlin: Wie sich Kommunalpolitiker von SPD und Linke und eine landeseigene Wohnungsbaugesellschaft um das Gemeinwohl kümmern” wird im Artikel “Ha, ho, he! Howoge …” versucht, eine Verbindung der Linkspartei zum mutmaßlichen Bausumpf-Skandal herzustellen, die nach allen zur Verfügung stehenden Informationen nicht existiert, was auch die Junge Welt nicht belegen kann – aber klug genug ist, dies auch nicht direkt zu behaupten. Um dennoch irgendwie etwas Unschönes schreiben zu können, werden mehrere Dinge verwoben, die wenig miteinander zu tun haben. Dazu muss
Bei näherer Betrachung zeigt sich, dass außer einer Reihung von Personen und Funktionen keine wirklicher Zusammenhang ergibt, auch wenn einzelne Aspekte sicher diskussionsfähig sind. Doch kommt man dabei immer wieder nur zur SPD, nicht zur Linkspartei. Aber es bleibt natürlich bei dem einen oder anderen Leser etwas hängen das Stimmung macht, aber wenig zur Wahrheitsfindung beiträgt. Ohne Frage muss man Kritik am Handeln einer jeden Regierung üben und politischen Filz offenlegen. Doch welche Verbindung hätte sich der JW-Autor Christian Linde wohl ausgedacht, wenn er Karow nicht nach Lichtenberg eingemeindet hätte? Er hätte sicher eine andere gefunden, denn alles ist ja irgendwie miteinander verwoben. Und bei diesen “Regierungsberlinern” weiß man ja eh nicht so genau…
* Es gibt sogar Leute, die vermeiden in diesem Zusammenhang das Wort Journalismus.